Ein kurzes Update zur Lage vor Ort: Der Alishan-Frühlingstee 2026 sieht leider nicht besonders vielversprechend aus. Die Dürre im Januar und Februar war extrem hart. Der starke Regen am 4. April kam leider zu spät, um das Ruder noch herumzureißen. In vielen Gärten leiden die Teesträucher unter „unregelmäßigem Austrieb“ (Gōng-Sūn-Yá). Das bedeutet, dass die Blätter sehr ungleichmäßig reifen – einige sind bereits zu alt, während andere gerade erst austreiben. In Teegärten ohne Bewässerungssysteme wachsen die Blätter zudem nur sehr spärlich. 😟😟
Alles deutet darauf hin, dass 2026 kein Erntejahr für den Alishan wird. Wenn der Ertrag nur um 20 % sinkt, haben wir noch Glück; einige Bauern rechnen sogar mit Verlusten von bis zu 40 %. Die Situation erinnert ein wenig an das Jahr 2023, wobei die gute Nachricht ist, dass die Schäden diesmal etwas glimpflicher ausfallen – zumindest sind nicht so viele Teesträucher komplett vertrocknet wie damals.
Unsere Einkaufsstrategie:
Für den Frühlingstee aus mittleren Höhenlagen priorisieren wir dieses Jahr ganz klar Plantagen mit funktionalen Bewässerungssystemen und stabilen Wasserquellen.
Es gibt aber auch gute Nachrichten:
Die Teesträucher in Ren’ai und am Lishan haben erst Ende März mit dem Austrieb begonnen. Da die Hochland-Gärten zudem meist besser bewässert sind, sehen die Bestände dort momentan sehr gut aus! 😊😊