Hallo meine lieben Teefreunde! Es ist wieder an der Zeit, euch das Geld aus der Tasche zu ziehen 😂. Eigentlich hatte ich überhaupt nicht mehr vor, noch mehr Tee aus Xinjiayang (新佳陽) einzukaufen. Aber wenn erstklassiges Zeug so verdammt unerwartet auftaucht, kann man einfach nicht Nein sagen.
Die Teeplantage im Xinjiayang-Dorf (新佳陽部落)
Erst letzte Woche haben wir einen Tee aus Xinjiayang online gestellt. Da dachte ich mir noch, unsere Mengen aus dieser Region reichen dicke, und wollte mich eher in der Gegend um Songmao (松茂) und den Hehuan-Bach (合歡溪) umschauen. Nach ein paar Tagen Suche hatte ich aber immer noch nichts Gescheites gefunden. Und genau in dem Moment, als ich mir schon den Kopf zerbrochen habe, tauchte plötzlich diese Charge aus dem Xinjiayang-Dorf auf. Die Blätter sind zwar nicht ganz so zart wie bei der vorherigen, aber der Tee hat ein so herrlich ungreifbares, faszinierendes shui xiang (flüssiges Aroma), dass man sich einfach schockverliebt.
Als der Chef mir erzählte, der Tee sei aus Xinjiayang, hatte ich – weil wir ja schon versorgt waren – vor der Verkostung eher so eine Null-Bock-Einstellung: „Na ja, jetzt bin ich eh schon hier“, „tun wir mal fürs Protokoll so, als ob“ und „hey, gibt ja gratis Tee!“ 😂
Aber Alter, Fehlanzeige! Schon beim ersten Schluck war ich absolut geflasht. Bei so genialem Zeug auch nur eine Sekunde zu zögern, wäre eine absolute Beleidigung für meine eigene Berufsehre gewesen. Ich musste sofort das Portemonnaie zücken und den Deal klarmachen.
Deshalb haben wir dieses Jahr insgesamt zwei verschiedene Frühlingsstees aus Xinjiayang am Start. Um die beiden auseinanderzuhalten, nennen wir den heute „Xinjiayang-Dorf“ (新佳陽部落). Im Vergleich zur ersten Charge: Die letzte Woche war eher auf der superfrischen, zarten Schiene – da kommt diese wunderbare Textur von ganz jungen Trieben richtig gut zur Geltung. Die heutige Charge bringt dafür ein fantastisches, süßes Aroma mit. Beide sind leicht anfermentiert, aber wenn ihr mich fragt, liegt der heutige Tee im Gesamtgeschmack ein kleines My weiter vorne.
Da sich viele von euch schon die erste Charge gesichert haben, wette ich, dass sich diesmal einige direkt beide holen werden (lacht). Wer beide zu Hause hat: Brüht sie unbedingt mal nebeneinander auf und macht den direkten Vergleich. Wer weiß – vielleicht schmeckt ihr ja ganz andere Nuancen heraus als ich!












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