Der Taifun „Hinnamnor“ nahm ursprünglich direkten Kurs auf Taiwan, bog dann aber kurz vor der Haustür ab. Er brachte nicht nur keine großen Katastrophen über Taiwan, sondern half auch dabei, die Dürrekrise abzuwenden – wahrlich ein Musterbeispiel unter den Taifunen, die Taiwan treffen.
Im Juli und August gab es in Taiwan kaum Niederschlag, erst am 25. August setzte etwas Regen ein. Dieser Taifun nun hat die Dürre auf einen Schlag beendet, und die großen Stauseen konnten sich wieder füllen. Auch aus den hochgelegenen Teeregionen, die zuvor unter Wassermangel litten, gibt es gute Nachrichten: Die Bewässerung für den Wintertee ist im Großen und Ganzen gesichert.
Nachdem der Herbsttee in den Hochlagen im August geerntet wurde, brauchen die Teebüsche ausreichend Bewässerung, um den Wintertee austreiben zu lassen. Reicht das Wasser nicht aus, führt das zu ungleichmäßigem Austrieb und ungleichmäßigem Wachstum, und auch die Qualität sinkt rapide. Der Regen vom 25. August und dieser Taifun kamen wie gerufen, um den Austrieb und Ertrag des Wintertees zu sichern. Solange das Wetter von nun an mitspielt, hat der Wintertee gute Chancen, genauso ertragreich zu werden wie der Herbsttee.
Obwohl er in Taiwan keine Schäden angerichtet hat, darf man die Stärke von Hinnamnor nicht unterschätzen. Wir hoffen, dass er in Südkorea, auf dem chinesischen Festland und in Japan keine allzu großen Auswirkungen hinterlässt.
Hinweis: Das Foto zeigt die Teeregion Songgang in Cingjing im Winter.