Erinnern Sie sich noch daran, dass der Filialleiter neulich erwähnte, er habe den „taiwanisch angehauchten Oolong-Tee“ aus Festlandchina probiert? Immer wieder haben Teefreunde gefragt, ob wir chinesischen Grüntee oder Oolong-Tee verkaufen. Unsere Antwort an alle Teefreunde: Laut Gesetz ist die Einfuhr von chinesischem Tee nach Taiwan mit Ausnahme von Pu-Erh-Tee untersagt. Den taiwanisch angehauchten Oolong-Tee hatte der Filialleiter vor einigen Jahren während einer Reise getrunken, und „eigentlich“ sollte niemand in Taiwan solchen chinesischen Oolong-Tee verkaufen.
Aufgeweckte Teefreunde wissen beim Wort „eigentlich“ sofort, dass es wohl Wege und Mittel gibt, chinesischen Oolong-Tee zu importieren. Und richtig: Vor einigen Jahren gab es tatsächlich ein Teegeschäft, das taiwanisch angehauchten Oolong-Tee vom Festland nach Taiwan importierte und dabei erwischt wurde. Sie schleusten ihn über Thailand ein, deklarierten ihn als thailändischen oder vietnamesischen Tee und verkauften ihn dann als teuren taiwanischen Tee. Der Filialleiter erinnert sich so genau daran, weil es sich bei dem Importeur um ein bekanntes, traditionsreiches Teehaus handelte. Sie können das gerne googeln, die entsprechenden Nachrichten sind immer noch zu finden.
Man sieht also: Ein Traditionsgeschäft ist nicht unbedingt vertrauenswürdig, und ein hoher Preis bedeutet nicht automatisch echten taiwanischen Tee. Tee muss man eben wirklich selbst getrunken haben, um ihn zu kennen.
Einige Teefreunde meinten, sie würden gerne mal taiwanisch angehauchten Oolong-Tee über Taobao bestellen und probieren. Der Filialleiter hat jedoch gehört, dass der Zoll dies kontrolliert und bei Entdeckung Bußgelder drohen können, weshalb wir davon eher abraten. Eine kleine Menge im Reisegepäck mitzunehmen soll wohl kein Problem sein – probieren Sie es einfach bei Gelegenheit aus, wenn Sie mal wieder reisen!