Was ist Xiangpian-Tee? Und worin unterscheidet er sich von normalem Kräuter- oder Blütentee?

Xiangpian (wörtlich „Duftblättchen“, ein traditionell aromatisierter Blütentee) ist ein nachbearbeiteter Tee, der meist auf Grüntee oder Oolong-Tee basiert und durch das Veredeln mit Jasminblüten (einem traditionellen Scenting-Verfahren) hergestellt wird. Er verbindet den natürlichen Charakter der Teeblätter mit dem frischen Duft von Jasmin und erfreut sich aufgrund seines einzigartigen Geschmacks weltweit großer Beliebtheit.

Was ist Jasmintee

Was ist Xiangpian-Tee? Herkunft und Merkmale

Xiangpian hat seinen Ursprung in Fujian, China. Ursprünglich wurde er auf der Basis von Grüntee hergestellt, der mit Jasminblüten beduftet wurde, was dem Tee eine doppelte Note von Süße und Frische verleiht. Mit der Weiterentwicklung der Teeproduktion wurden auch die Teebasis-Sorten vielfältiger: Neben Grüntee kommen heute auch Oolong- und sogar Schwarzes-Tee-Basen zum Einsatz. Neben Jasmin sind zudem andere Blumen wie Duftblüte (Osmanthus), Gardenie, Pomeloblüte, weiße Magnolie und Maccasar-Jasmin (Zhulan) zu gängigen Begleitern geworden.

Die Herstellung von Xiangpian-Tee

Bei der Herstellung von Xiangpian kommt ein spezielles Veredelungsverfahren (Scenting) zum Einsatz: Die Teebasis wird flach ausgebreitet und mit einer Schicht Jasminblüten bedeckt. Durch präzise Temperatur- und Feuchtigkeitskontrolle nehmen die Teeblätter das Aroma des Jasmins intensiv auf. Hochwertiger Xiangpian wird oft mehrfach – manchmal fünf- bis siebenmal – beduftet. Nach der vollständigen Aromaaufnahme werden die Jasminblüten wieder herausgefiltert; die zurückbleibenden Blätter sind der fertige Xiangpian.

Was ist Jasmintee (Xiangpian)?

Worin unterscheidet sich Xiangpian von normalem Blütentee?

Der Hauptunterschied zwischen Xiangpian und gewöhnlichem Blütentee liegt darin, ob die Blüten im Endprodukt verbleiben:

  • Xiangpian: Nach traditioneller Handwerkskunst dienen die Blüten nur während des Veredelungsprozesses als Aromageber und werden danach ausgesiebt. Übrig bleiben rein die Teeblätter.
  • Normaler Blütentee: Hier bleiben die Blüten meist zusammen mit dem Tee erhalten, sodass im fertigen Produkt eine Mischung aus Blumen und Tee zu sehen ist.

Wohnzimmertipp: Es ist erwähnenswert, dass die Standards für Jasmintee in den letzten Jahren etwas lockerer geworden sind und bei einigen Teesorten geringe Mengen an Blütenrückständen zulässig sind.

Heutiger Jasmintee

Neben dem Ursprungsland Fujian in China wird Jasmintee auch in Taiwan in großen Mengen produziert. Sowohl in der Region Pinglin in Neu-Taipeh als auch in den Teeanbaugebieten von Nantou wird er hergestellt – und das nicht nur mit Jasmin. Häufig verwendet werden auch Osmanthus, Gardenien, Pomeloblüten, Magnolien oder Shilan (Zwillingsblume). Oft basieren sie auf Pouchong- oder Oolong-Tee, wie zum Beispiel der bekannte Pinglin-Osmanthus-Pouchong-Tee oder der Gardenien-Oolong aus Nantou.

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