Schwarztee (Englisch: black tea) gehört zu den vollständig fermentierten Tees und ist weltweit eine der beliebtesten Teesorten. Der größte Unterschied zum Grüntee liegt im zusätzlichen Fermentationsprozess, bei dem die Teeblätter vollständig oxidieren, wodurch sich ihre Farbe und der Aufguss dunkel und rötlich färben. Die Hauptanbaugebiete für Schwarztee weltweit befinden sich in China, Indien und Sri Lanka.
Die Herstellung von Schwarztee umfasst das Pflücken, Welken, Rollen, Fermentieren und Trocknen, wobei dem Welken eine besonders wichtige Rolle zukommt. Verglichen mit unfermentiertem Grüntee und haliefermentiertem Oolong-Tee durchläuft Schwarztee nicht nur einen Fermentationsprozess, sondern weist mit einer vollständigen Fermentation auch einen höheren Grad auf als Oolong-Tee (der zwischen 15 und 80 liegt). Je höher der Fermentationsgrad des Tees, desto geringer ist der Gehalt an Polyphenolen und Tanninen, während neue Inhaltsstoffe wie Theaflavine und Thearubigene entstehen. Hinzu kommen aromatische Substanzen wie Alkohole, Aldehyde, Ketone und Ester.
▲ Schwarztee wird im Frühling, Sommer und Herbst geerntet, wobei die Frühling- und Sommerernte die beste Qualität liefert. In Taiwan wird am meisten Sommer- und Herbst-Schwarztee produziert.
Farbe, Geschmack und Aroma von Schwarztee unterscheiden sich stark von denen von Oolong- und Grüntee. Die Teeblätter sind schwarz, der Aufguss tiefrot; er schmeckt weniger bitter und herbe, wirkt wärmend auf den Körper und hat einen vollmundigeren Geschmack. Was die Lagerung betrifft, so ist Schwarztee weniger anfällig für geschmackliche Beeinträchtigungen durch die Zeit, was einen großen Vorteil gegenüber Grüntee darstellt. Aus diesem Grund fand er schon früh seinen Weg nach Europa und Amerika, wo er sich zu einem sehr beliebten Getränk entwickelte.
▲ Die Teeblätter von Schwarztee sind schwärzlich und ergeben einen tiefroten Aufguss.
Die weltweit größten Schwarzteemengen werden in China, Indien und Sri Lanka produziert. Zu den bekannten Schwarztees gehören Chinas Lapsang Souchong, Qimen-Schwarztee (Keemun) und Congou-Schwarztee. Indien ist weltweit für Assam- und Darjeeling-Tee bekannt. Sri Lanka wiederum schätzt man für seinen Ceylon-Hochlandtee. Auch in Taiwan wird Schwarztee angebaut; in den frühen Jahren überstieg die Produktion sogar die von Oolong-Tee. Obwohl er inzwischen von Oolong-Tee von seinem Spitzenplatz verdrängt wurde, erfreuen sich Sorten wie Honey Black Tea und SunMoon Lake-Schwarztee weiterhin großer Beliebtheit.
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