Erfahrungen des Store-Managers beim Tee-Großeinkauf

Dieses Jahr haben wir keinen Tee aus HuaGung und Biluoxi eingekauft. Der Grund dafür war, dass das schlechte Wetter die allgemeine Teequalität beeinträchtigt hat, weshalb wir dem Motto „Lieber gar nichts als Minderqualität“ gefolgt sind. Obwohl die Bedingungen für die Teezubereitung ungünstig waren, konnten einige große Manufakturen die Qualität zu 80 bis 90 % im Vergleich zu den Vorjahren halten. Dies verdeutlicht, wie wichtig professionelle Teezubereitungsanlagen und ein eingespieltes Team sind.

Um direkt auf den Punkt zu kommen, hier eine Erkenntnis des Store-Managers: „Große Manufakturen bevorzugen“, „Kleinbauern erst einmal meiden“. Das klingt ziemlich „politisch unkorrekt“, nicht wahr? Bevor Sie sich nun aufregen: Der Store-Manager verachtet Kleinbauern keineswegs. Als Teehändler führt schlechte Teequalität jedoch zu Verlusten, weshalb bei der Teewahl pingelig genau ausgewählt werden muss.

Erfahrungen des Filialleiters beim Tee-Großkauf

Warum nicht direkt beim Kleinbauern kaufen? Der Shopmanager erklärt: Die Steigerung der Teequalität erfordert enorm viele Investitionen. Allein der Bau einer guten Teefabrik kostet locker 20 bis 30 Millionen, und das Teeproduktionsteam ist ein weiteres Fass ohne Boden – das können sich kleine Teebauern schlichtweg nicht leisten. Genau diese 30 Millionen machen den Unterschied zwischen ‚Standardtee‘ und ‚Gourmet-Tee‘ aus.

Überlegen Sie mal: Eine einfache Wellblechhütte hinstellen, ein paar gebrauchte Maschinen kaufen und für eine Million ist die Sache erledigt – so kann man auch Tee machen. Warum geben große Teefabrikbetreiber also zig Millionen aus? Ganz einfach: Sie streben nach höchster Qualität. Günstige Geräte mögen vielleicht 70 von 100 Punkten erreichen, aber der Weg zu 90 Punkten ist extrem schwierig. Darin liegt der Wert dieser zig Millionen.

Gute Teeproduktionsanlagen und ein professionelles Team ermöglichen zudem eine effizientere, wissenschaftliche Teeverarbeitung, die Abläufe optimiert und Fehler minimiert.

Erfahrungen des Filialleiters beim Tee-Großkauf
Erfahrungen des Filialleiters beim Tee-Großkauf

Kommen wir zurück auf den diesjährigen HuaGung und Bilu Creek: Vom 11. bis zum 17. Mai hat es eine Woche lang geregnet. Endlich, vom 18. bis zum 22., gab es gutes Wetter – und auf einmal musste die Teeernte einer ganzen Woche auf einen Schlag eingebracht werden. Viele Kleinbauern gerieten in die Bredouille, weil ihre Ausrüstung nicht ausreichte und die Arbeitskräfte fehlten, um rechtzeitig zu pflücken und zu verarbeiten. Große Teefabrikbetreiber verfügen über ausreichend Maschinen sowie eingespielte Ernte- und Produktionsteams, wodurch die Ernteeinbußen dieses Mal auf ein Minimum reduziert werden konnten. Genau darin zeigt sich der Wert dieser zig Millionen.

P.S. Ab und zu kauft der Shopmanager auch mal bei Kleinbauern ein – nämlich dann, wenn die Bedingungen für die Teeverarbeitung in einem ‚guten Jahr‘ absolut optimal sind. In solchen Jahren gelingt der Tee fast wie von selbst, und mit den Kleinbauern lässt sich gut verhandeln. Dann kaufen wir etwas mehr ein, legen es auf Lager und können es günstig einkaufen und weitergeben.

Bei Gelegenheit erzählen wir Ihnen gerne mal, was es kostet, ein eigenes Ernte- und Produktionsteam zu unterhalten, und nennen Ihnen die teuerste Teefabrik-Investition, von der der Shopmanager je gehört hat – die Zahlen werden Sie überraschen.

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