Zu den Merkmalen von Lishan-Tee gehören geringe Herbe, ein ausgeprägter Hochland-„Hong“-Geschmack (hochwertiges Bergaroma) und ein einzigartiges Aroma, das nicht nur bei Menschen in Taiwan, sondern auch bei Teeliebhabern im Ausland äußerst beliebt ist. Allerdings weisen nicht alle Lishan-Tees diese Eigenschaften auf, und es gibt auch minderwertigen Lishan-Tee. Lassen Sie mich Ihnen im Folgenden die Merkmale von Lishan-Tee näherbringen und erklären, warum manche Lishan-Tees von minderer Qualität sind.
Merkmale und Einzigartigkeit von Lishan-Tee
Eigenschaften durch große Höhenlagen: Die Temperaturunterschiede von Tag und Nacht im Lishan-Teeanbaugebiet, die bis zu 30 °C betragen können, erhöhen die Süße der Teeblätter und reduzieren die Herbe. Darüber hinaus sorgt die Höhenlage für einen ganz besonderen „Hong“-Geschmack, der umso ausgeprägter ist, je höher die Teeplantage liegt.
Einzigartiges Aroma: Die Bergumgebung in Kombination mit Taiwans subtropischem Klima und dem maritimen Monsun verleiht dem Hochland-Tee einen faszinierenden Duft, den es auf der Welt kein zweites Mal gibt. Das Lishan-Teugebiet erreicht auf seinem höchsten Punkt 2.520 Meter und ist damit das am höchsten gelegene Teeanbaugebiet Taiwans, weshalb dieses Aroma hier auch am intensivsten ausgeprägt ist.
Beste Plantagenbewirtschaftung und Ausrüstung: Eigentlich ist das Klima in Lishan nicht optimal für das Wachstum von Teepflanzen. Um sicherzustellen, daß die Teepflanzen in der kalten Umgebung gesund gedeihen, haben Teebauern viele einzigartige Techniken entwickelt – wie die Verwendung von Sojabohnenmehl zur Aromaverbesserung, den Einsatz von Frostschutzventilatoren zum Schutz der Teepflanzen und eine extrem leichte Fermentation. Dies erhöht nicht nur die Überlebensrate der Teepflanzen, sondern hebt den Lishan-Tee geschmacklich auf ein noch höheres Niveau.
Warum gibt es minderwertigen Lishan-Tee?
Obwohl Lishan-Tee qualitativ zu den absoluten Spitzenreitern unter Taiwans Hochlandtees gehört, gibt es dennoch einige Faktoren, die zu einer minderen Teequalität führen können. Dazu gehören beispielsweise: Ernte an Regentagen, unsachgemäße Düngung, Verschmutzung durch nahegelegene Gemüsegärten, unzureichende Teezubereitungsausrüstung, Schädlingsbefall usw. Vor allem das Wetter bereitet Probleme: Zwar ist die Erntemenge von Lishan-Tee groß, doch mangelt es oft an Plätzen für das Welken an der Sonne. Regnet es während der Ernte, bleibt oft nur das Welken mit künstlicher Heißluft, was die Qualität massiv beeinträchtigen kann.
Zudem sind die Ackerflächen in Lishan größtenteils Pachtland. Da Lishan-Tee in den letzten Jahren zu hohen Preisen verkauft wurde, haben viele Grundbesitzer die Pachtpreise schrittweise erhöht, was die Produktionskosten steigen ließ. Um Kosten zu sparen, reduzieren manche Teebauern daraufhin die Instandhaltung der Plantagen und den Einsatz von Düngemitteln. Vor allem in Zeiten von Pachtvertragsverlängerungen kommt es häufiger zu mangelnder Plantagenpflege, was zu extremen Qualitätsunterschieden führt.
Das waren einige Gründe, warum ein Teil des Lishan-Tees von minderer Qualität ist. Wenn Sie Lishan-Tee probieren möchten, sind Teeplantagen mit sorgfältiger Bewirtschaftung, der Verwendung hochwertiger Düngemittel und einer Ernte an sonnigen Tagen die beste Garantie für wirklich guten Tee.
Lishan-Tee FAQ
Ist es normal, dass Lishan-Tee bitter schmeckt?
Ja, das ist normal. Ohne ein gewisses Maß an Herbheit und Bitterkeit entsteht kein echter Tee. Dass Tee bei zu langer Ziehzeit bitter wird, ist normal. Allerdings sollte echter Lishan-Tee selbst bei sehr langer Ziehzeit kaum bitter werden. Nach den Bewertungsstandards von Liao Chang Xing Tee werden für den Test 6 g Tee auf 100 ml verwendet; ein standardmäßiger Lishan-Tee darf auch nach 10 Minuten Ziehzeit keine herbe oder bittere Note aufweisen, um in unser Sortiment aufgenommen zu werden. Tritt die Bitterkeit bereits nach 5 bis 6 Minuten auf, liegt dies meist an Fehlern bei der Verarbeitung.
Hat Lishan-Tee immer ein ausgeprägtes Frischearoma (Gao Leng Xiang)?
Nicht unbedingt, denn dafür müssen günstige Wetterbedingungen, die Lage und handwerkliches Geschick perfekt zusammenspielen. Ist es zu heiß, spielt das Wetter während der Wachstumsphase nicht mit, regnet es in der Ernteperiode, mangelt es dem Tee an Nährstoffen, gibt es Schädlingsbefall oder steuert der Teemeister die Rösthitze nicht optimal, beeinflusst all das die Qualität. Schon ein kleiner Fehler reicht aus, damit sich das typische Hochland-Frischearoma nicht entfalten kann.