Kundenfrage: Ich habe gehört, dass Tee aus höheren Lagen von besserer Qualität ist und süßlicher schmeckt. Welche Merkmale haben hochgelegene Tees eigentlich im Hinblick auf Geschmack und Aussehen?
Chang Hsing Teahouse: Von Natur aus gilt: Je höher die Anbaulage, desto langsamer wächst die Teepflanze. Durch das langsame Wachstum wird der Geschmack intensiver und dichter. Da es in großen Höhen nachts sehr kalt wird und die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht groß sind, verringert sich die Bitterkeit des Tees, was ihm eine angenehme, natürliche Süße verleiht. Das sind die natürlichen Vorzüge von Hochland-Tee.
Dazu kommt die sorgsame Pflege: Da der Teeanbau in extremen Höhen anspruchsvoll ist, setzen Teebauern auf besonders intensive Pflegemaßnahmen – wie den großzügigen Einsatz von Bio-Dünger und die Installation von Bewässerungssystemen –, wodurch die Teeblätter dicker heranwachsen. Bei der Verarbeitung werden Hochland-Tees meist leicht fermentiert und nicht geröstet, um die einzigartigen Aromen der jeweiligen Region zu betonen und einen besonders frischen, klaren Duft zu bewahren.
Das absolute Markenzeichen von Hochland-Tee ist jedoch das sogenannte „Berg-Aroma“ (Shan Tou Yun), das durch die verschiedenen Bergregionen geprägt wird. Dies ist das Speziellste an taiwanesischem Hochland-Tee und praktisch unnachahmlich. Wer regelmäßig einen bestimmten Hochland-Tee trinkt, erkennt ihn sofort am Geschmack. Bekannte taiwanesische Hochland-Teeanbaugebiete wie Dayuling, Lishan, ShanLinXi und Alishan haben alle ihr ganz eigenes Berg-Aroma und ihre treue Anhängerschaft. Man kann sagen, dass jede Region ihre eigenen Charakteristiken besitzt – und genau das macht taiwanesischen Hochland-Tee so unglaublich beliebt.