Bei Teigdünger darf man wirklich nicht sparen

In den letzten zwei Jahren sind die Düngemittelpreise stark gestiegen. Der gängige 20-kg-Sack Bohnenrückstandsdünger verteuerte sich von etwas über NT$500 auf fast NT$700 – ein Anstieg von rund NT$150. Wenn man für eine Fläche von 9.699,17 m² (1 Jia) 200 Säcke Dünger benötigt, steigen die jährlichen Düngerkosten um schlappe NT$60.000. Viele Tee-Bauern stöhnen unter dieser Last.

Bei der Düngung des Teegartens darf man wirklich nicht sparen

In hochgelegenen Teegärten bringt man normalerweise zweimal im Jahr Grunddünger aus – passend zur Frühlings- und Winterernte –, und dazwischen wird je nach Bedarf noch nachgedüngt. Da Düngemittel in den letzten zwei Jahren so teuer geworden sind, ist dem Filialleiter aufgefallen, dass in manchen Teegärten offenbar weniger gedüngt wird. Einige Tee-Bauern haben während der Herbsternte sogar komplett auf Dünger verzichtet, weil die Gewinnmargen nicht stimmten.

Und die Qualität dieser ungedüngten Teegärten hat massiv nachgelassen: Nicht nur im Herbst, sondern nach dem Empfinden des Filialleiters war auch die Qualität der Winterernte schwächer als in den Vorjahren. Schließlich hat man die Teesträucher den ganzen Herbst über hungern lassen – da wäre es ja auch ein Wunder, wenn sie im Winter gut wachsen würden!

Im Gegensatz zu den sparsamen Bauern gilt für die sorgsam wirtschaftenden Teebauern: „So viel Dünger rein wie möglich.“ Natürlich klagen auch sie über die hohen Kosten, aber sie wissen genau, dass die Teesträucher genau das zurückgeben, womit man sie füttert. Daher steigt ihre Qualität kontinuierlich und auch die Einnahmen der Teefabrik wachsen stetig. Der Filialleiter ist fest davon überzeugt: Man kann bei allem sparen, aber niemals beim Tee-Dünger. Wer hier spart, ruiniert seine Ernte.

Bei der Düngung des Teegartens darf man wirklich nicht sparen
Bei der Düngung des Teegartens darf man wirklich nicht sparen

Der Filialleiter hat gehört, dass der Teegarten mit dem intensivsten Düngereinsatz in Lishan liegt – dort werden pro 9.699,17 m² (1 Jia) ganze 200 Säcke ausgebracht. Die Wirkung dieser 200 Säcke zeigt sich direkt in der außergewöhnlichen Qualität: Der Tee hat eine extrem dicke, reichhaltige Textur und ein wunderbar sattes Gefühl im Mund. Deshalb muss man diesen Tee förmlich jagen und im Voraus reservieren – das Geschäft läuft absolut fantastisch.

Teefreunde fragen sich vielleicht: Warum bringt man dann nicht einfach 500 Säcke aus? Man kann Dünger jedoch nicht einfach beliebig verstreuen; man muss berücksichtigen, ob die Teesträucher ihn überhaupt aufnehmen können, ob der Boden gesund ist und ob die Nährstoffe im Gleichgewicht sind. Bei jungen Pflanzen oder Sträuchern mit schwachem Wurzelsystem führt zu viel Dünger nicht nur dazu, dass er ungenutzt bleibt, sondern schädigt die Pflanze sogar (Verbrennungen durch Überdüngung). Wenn ein Teegarten zudem schlecht belüftet ist und zu viel gedüngt wird, werden die Teesträucher krank. Hier schließt sich wieder der Kreis zum ganzheitlichen Teegartenmanagement: Ein guter Verwalter sorgt dafür, dass die Teesträucher kräftiger werden und mehr Nährstoffe verwerten können – nur so wird der Tee von Mal zu Mal köstlicher!

Bei der Düngung des Teegartens darf man wirklich nicht sparen
Bei der Düngung des Teegartens darf man wirklich nicht sparen
Bei der Düngung des Teegartens darf man wirklich nicht sparen
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