„Was ist ein Cha Zhong?“ oder „Wie spricht man das aus?“ gehören zu den am häufigsten gestellten Fragen. Eigentlich handelt es sich bei einem Cha Zhong (Teekrug oder Teeboot, oft auch als Fairness-Kanne oder Gerechtigkeitstasse bezeichnet) um ein Gefäß, in das der bereits aufgebrühte Tee gegossen wird, um zu verhindern, dass die Teeblätter zu lange ziehen und der Tee bitter wird.
Jeder, der gerne Tee zubereitet, kennt das Problem: Wenn die Blätter zu lange im Wasser bleiben, wird der Aufguss bitter und herb. Um das zu verhindern, haben kluge Teemeister vergangener Tage den Cha Zhong erfunden. Im Grunde ist es einfach eine größere Tasse oder Schale, in der der fertige Tee gesammelt wird. Man trinkt erst seine Tasse leer und gießt dann aus dem Cha Zhong nach, sodass der Tee nicht „überzieht“.
Neben dem Auffangen des fertigen Tees ist der Cha Zhong auch ein unverzichtbares Utensil bei Teevergleichen (Tasting). Wenn man verschiedene Aufgüsse oder Tees miteinander vergleichen möchte, kann man sie in separate Cha Zhongs füllen, um die Unterschiede beim Trinken besser herauszuschmecken. Zudem lassen sich verschiedene Aufgüsse darin miteinander vermischen, um einen gleichmäßigen Geschmack zu erzielen – daher auch die Bezeichnungen „Fairness-Kanne“ oder „Gerechtigkeitstasse“.
Wer die Teezubereitung etwas bewusster angehen möchte, sollte sich einen Cha Zhong zulegen, der das Teetrinken noch abwechslungsreicher macht. Wer keinen kaufen möchte, kann für denselben Effekt auch eine Reisschale oder eine große Teetasse aus dem Haushalt verwenden.