Huiming-Tee ist ein traditioneller und berühmter Tee aus der Bergregion Chimu im autonomen Kreis Jingning der She in der chinesischen Provinz Zhejiang und gehört zur Kategorie des Grüntees. Er ist bekannt für seine kräftigen, leicht flachen Blätter, die großen Knospen und die zarten jungen Blätter. Sein Aufguss ist zartgrün, klar und strahlend, begleitet von einem intensiven und langanhaltenden Orchideenaroma. Man rühmt ihn mit den Worten: „Der erste Aufguss ist leicht, der zweite frisch, der dritte mild-süß, und beim vierten schwingt das Aroma noch nach“.
Ursprung und Merkmale des Huiming-Tees
Die Geschichte des Huiming-Tees reicht bis in die Tang-Dynastie zurück und geht dem Volksglauben nach auf die Teeplantagen in der Nähe des Huiming-Tempels zurück. Aufzeichnungen im Kreisarchiv von Jingning zufolge baute der Mönch Huiming in den Nanquan-Bergen eine Hütte, um sich der Meditation zu widmen, und pflanzte in der Nähe seiner Meditationszelle großflächig Teebäumen an. Um ihre Dankbarkeit für seine Wohltaten zu zeigen, benannten die Einheimischen im Jahr 861 (dem zweiten Jahr der Xiantong-Ära der Tang-Dynastie) einen Tempel nach ihm und nannten die Teebäume in dessen Umgebung Huiming-Tee. Aufgrund seiner hervorragenden Qualität wurde der Huiming-Tee im Jahr 1482 (dem 18. Jahr der Chenghua-Ära der Ming-Dynastie) zum kaiserlichen Tributtee ernannt. Die einzigartige geografische Umgebung und das Klima des Chimu-Gebirges bieten den Teebäumen hier außergewöhnliche Bedingungen: Sie wachsen in großer Höhe auf sauren Sand- und Ascheböden, was dem Huiming-Tee sein unverwechselbares Aroma verleiht.
Herstellung
Der Herstellungsprozess des Huiming-Tees ist aufwendig und anspruchsvoll. Zunächst werden junge Knospen mit einem Blatt und zwei Nebeblättern gepflückt und anschließend sortiert, damit die Teeblätter eine einheitliche Größe und Länge aufweisen. Darauf folgt das Welken („Tanqing“), bei dem die Teeblätter leicht ausgebreitet werden, bevor das Fixieren („Shaqing“) erfolgt. Die Anfangstemperatur beim Fixieren beträgt 200 Grad, wird dann schrittweise gesenkt, während der Tee in der Pfanne gerollt, gewendet und geformt wird, wodurch sich die Teestreifen biegen. Schließlich wird der Tee zum richtigen Zeitpunkt aus der Pfanne genommen und durch Rösten getrocknet. Der durch diese sorgfältige handwerkliche Verarbeitung hergestellte Huiming-Tee zeichnet sich durch pralle Streifen, eine jadegrüne Farbe, vollständig mit feinem Flaum bedeckte Knospen sowie einen frischen, milden und süßlichen Geschmack mit einem klaren Aufguss aus – das ist der erstklassige Jingning Huiming-Tee.
Zubereitung
Um Huiming-Tee optimal zuzubereiten, muss man besonders auf zwei Faktoren achten: die Teemenge und die Wassertemperatur. Das ideale Verhältnis von Tee zu Wasser liegt zwischen 1:50 und 1:60, wodurch der Aufguss eine ausgewogene Stärke und einen angenehmen Geschmack erhält. Für die Wassertemperatur sind 70 bis 80 Grad am besten. Das Wasser sollte zunächst auf 100 Grad erhitzt und vor dem Aufgießen 5 Minuten lang stehen gelassen werden, wodurch die Temperatur auf etwa 80 Grad sinkt. Eine zu hohe Wassertemperatur lässt den Tee bitter schmecken und zerstört das im Tee enthaltene Vitamin C.