Teestängel aussortieren

Im Roh-Tee (Maochas) lassen sich überschüssige Teestängel, alte Blätter und Verunreinigungen kaum vermeiden. Teebauern, die großen Wert auf Qualität legen, führen nach dem Trocknen daher noch einen Arbeitsschritt zum Aussortieren der Teestängel durch. Wie der Name schon sagt, werden dabei überflüssige Stängel und alte Blätter herausgelesen, um die Bitterkeit zu reduzieren und den Aufguss milder und geschmeidiger im Geschmack zu machen.

Traditioneller taiwanischer Tee wird als Pflückgut mit einer Knospe und zwei Blättern oder einer Knospe und drei Blättern geerntet. Da die Teeblätter jedoch unterschiedlich schnell wachsen, variiert auch die Länge der Stängel. Durch das Aussortieren der Stängel und das Verlesen lassen sich zu lange Teestängel entfernen. Gleichzeitig werden dabei Verunreinigungen herausgefiltert – darunter alte Blätter oder andere Blätter, die versehentlich hineingeraten sind –, wodurch sich die Qualität des Tees weiter steigert.

Das Verlesen der Teestängel ist nicht zwingend erforderlich, wird aber hauptsächlich bei hochwertigen Tees oder maschinell geerntetem Tee angewendet. Bei der maschinellen Ernte werden oft auch alte Blätter und andere Fremdkörper mit abgeschnitten, und es sind mehr Stängel vorhanden, weshalb das Sortieren hier zu einem notwendigen Schritt wird. Auch bei hochwertigen Hochlandtees oder Tees für Teewettbewerbe wird dieser Schritt genutzt, um die Qualität zu optimieren. Da das Aussortieren jedoch mit manuellen Arbeitskosten verbunden ist und die entfernten Stängel zudem einen Verlust darstellen, haben verlesene Tees meist einen etwas höheren Stückpreis.

Tee-Stängel aussortieren

▲ Roh-Tee (Maocha) vor dem Verlesen der Stängel.

Tee-Stängel aussortieren

▲ Verlesener Tee.

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